Dunkle Jahreszeit & Innenschau . 2020

von | Dez 19, 2020 | Jahreskreisfeste, Natur, Spiritualität

Geburtsstunde . Innenschau . Yin & Yang

Die dunkle Jahreszeit schreitet mit großen Schritten auf den Wendepunkt zu – die Wintersonnenwende, das heidnischen Yulfest, am 21.12. – jenem Tag der längsten Nacht und des kürzesten Tages. Der Geburtsstunde des Lichtes, aus der tiefsten Dunkelheit.

Danach werden die Tage wieder länger und das Licht wird immer stärker. Der Grundstein für Neues wird geschafften und darf in den Rauhnächten gelegt werden.

Feiert man heute auch im Christentum mit der Geburt Jesu, die Geburt des Lichtes am 24.12., zelebrierte man früher beides auf gleiche Weise – die Stärke des Weiblichen aus der Dunkelheit zu gebären und die Geburt des Männlichen, des Lichtgottes.

Am heurigen 21.12. herrscht auch am Himmel eine besondere Konstellation vor – Jupiter und Saturn stehen gerade zueinander und erscheinen sehr hell am Firmament. Gemeinsam wandern sie zur Wintersonnenwende in den Wassermann und ein neues, luftiges Zeitalter bricht an. Und weil an Besonderheiten noch nicht genug: Diese Stellung der beiden Himmelskörper gab es auch vor etwa 2020 Jahren – sie trägt den Namen Stern von Bethlehem.

Dies passte ein paar Jahrhunderte später natürlich wunderbar mit der Geburt des Sonnengottes zusammen, welche bald zu Jesus wurde. Einzig die Mutter und die weibliche Urkraft geriet in den letzten Jahrtausenden in Vergessenheit.

Doch nun ist der ideale Zeitpunkt auch das Weibliche zurückzuholen, um alles in Einklang zu bringen. Denn die Voraussetzungen sind ideal – vieles befindet sich in Veränderung, neue Zeiten brechen an, und die dunkle Jahreszeit, die Zeit der Ruhe und Innenschau, ist da. Das weibliche Prinzip (ihr schreibe hier nicht vom weiblichen Geschlecht!) steht für Veränderung, ist die Dunkelheit selbst, die Ruhe, die Innenschau, der Rückzug, also Yin. Und es ist ein Rückzug, welchem neue Kraft entspringt, um in vollem Bewusstsein mit der eigenen Stärke nach außen zu gehen.

Yang, das Männliche, ist gerade in unserer westlichen Welt sehr präsent. Für uns ist es daher bedeutend auch den weiblichen Aspekte in uns zu erkennen und zu leben. Denn Yin und Yang ergeben gemeinsam ein großes Ganzes, und dieses Ganze sollen auch wir in uns tragen – im Ausgleich und in Verbindung.

Auch wenn es für viele gerade herausfordernd ist, sollte man die Ruhe, die einem zur Verfügung steht nutzen – auch wenn es nur ein paar Momente sind – um erkennen zu dürfen, was für einen noch stimmig ist und was nicht, um den ureigenen Weg zu erkennen, den Weg der Seele und nicht den Weg, der uns vom Außen vielleicht auferlegt wurde.

Das hört sich jetzt für die/den ein oder andere/n etwas abgehoben an.

Aber überlege mal. Macht es dich glücklich, wenn du mit dem Strom läufst und dich selbst immer wieder verbiegst?

Wenn nicht, stehen vielleicht auch in deinem Leben Veränderungen an, welche du nun selbst lenken darfst! Und diese dürfen auch sehr klein sein.

Vielleicht möchtest du ja nun auch die Rauhnächte für dich nutzten, um dir bewusst zu werden, wer du bist und was du möchtest. Denn du darfst entscheiden, wer du bist!

 

Wenn du etwas Zeit für dich findest, befasse dich in den kommenden Tagen mit diesen Fragen:

. Was stärkt mich und wofür bin ich dankbar in meinem Leben?
. Was darf ich loslassen?
.Was möchte ich ins neue Jahr mitnehmen?
.Was werde ich Neues erschaffen?

In diesem Sinne wünsche ich dir noch eine wunderschöne und erkenntnisreiche dunkel Jahreszeit. Genieße sie folgenden Tage für dich und mit dir lieb gewonnenen Menschen.

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