Erdmutter aus dem Kartendeck Engel und Ahnen von Kyle Gray , Illustration von Lily Moses

Ein Plädoyer für die Erde . unsere Mutter

von | Apr 29, 2021 | Natur, Rezepte, Spiritualität

Die Erde ist unsere Mutter, unser Urvertrauensbooster, fester Anker und Quelle der Fülle und Stabilität.

Ort, an dem wir wandeln und unsere Seele weiter Erfahrungen machen lassen. Geborgenheit und Kraft schenkend und zugleich so unendlich zärtlich tröstend und umhüllend. Sie liebt uns und lehrt uns auch in uns Vertrauen und Sicherheit zu finden.

Wie eine Löwin kämpfend für sich und ihre Kinder.

Zu kämpfen hat sie viel, denn der Mensch nimmt sie kaum wahr, beutet sie aus, missachtet sie voll Egoismus, im Glauben die Krone der Schöpfung zu sein. Doch immer mehr darf er jetzt lernen, dass er nur ein Funken auf dem heißen Stein ist, einen Berg aber nie in die Knie zwingen wird. Denn eine Mutter kämpft unerlässlich weiter für sich und ihre Kinder. Wird sich der Mensch nicht bewusst, dass er eines dieser Kinder ist, zerstört er in erste Linie sich selbst – denn die Erde wird weiterbestehen, auch lange nachdem der Mensch hier war. Denn sie braucht uns Menschen nicht, aber wir brauchen sie.

So ist es für uns an der Zeit wieder bewusst für unseren Heimatplaneten einzustehen, den Ort, an dem wir uns entfalten dürfen, sich unsere Ahn*innen vor uns entfaltet haben und sich unsere Erb*innen nach uns entfalten werden.  

Die Zeichen und Energien dafür stehen gut. Auch wenn im Außen noch nicht überall sichtbar, immer mehr werden sich ihrer Aufgabe bewusst und sorgen für Mutter Erde.

Und so bitte ich auch dich – nimm deinen Platz bewusst und kraftvoll ein und den Auftrag, der dir als Erdenbewohner*in zukommt an – verbunden mit der Mutter zu leben, in Liebe und Dankbarkeit. Übernimm Verantwortung und stehe für deine und unsere geliebte Pachamama ein. (Die indigenen Völker Südamerikas bezeichnen Mutter Erde als Pachamama.)

Dieses Einstehen muss in diesem Falle nicht einmal spirituell sein – obwohl sich das Wesen Erde und alle Wesenheiten auf ihr sehr über eine feinstoffliche Kontaktaufnahme freuen.

Achte vor allem auch im grobstofflichen Alltag bewusst auf sie. Es kann so einfach sein und dennoch unendlich viel bewirken. Denn wer vorangeht, steckt auch andere an, selbst wenn es ihr und ihm nicht bewusst ist. So vermeide z.B. Verpackungen oder steige auf umweltfreundliche Alternativen um, trenne und recycle Müll bewusst, recycle auch Nahrungsmittel und verwende sie anders weiter (Rezepte und Tipps hierzu weiter unten), achte darauf, welche Qualität von Nahrungsmitteln du beziehst, unter welchen Umständen werden diese angebaut und von wo kommen sie oder verfolge einmal deine Kleidung und ihre Herkunft bewusst.

Ja, eine einfache Jeans verbraucht in der Herstellung zum Beispiel bis zu 11.000 Liter Wasser und am Beispiel vom Aralsee sieht man die Auswirkung der Herstellung dieser Jeans, die ja aus dem vermeintlich positiven Naturrohstoff Baumwolle besteht. Der Schein und vor allem die Werbelobby trügen uns leider all zu oft.

Schon ein kleiner Tropfen kann bei wiederholtem Auftreten viel bewirken.
So sei du dieser Tropfen für dich – für deine Erb*innen – für Mutter Erde.

Feinstoffliches

Du würdest das hier aber vermutlich nicht lesen, wenn du nicht auch an der Erde als feinstoffliches Wesen interessiert bist.

Verwurzelnd, erdend, Stabilität schenkend, unglaublich stark und zugleich so verletzlich. All dies sind Worte, die sie beschreiben, unsere Mutter, und die du, wenn du dich schon einmal bewusst mit ihr verbunden hast, auch wahrnimmst.

Gaia ist jenes Wesen, welches unser Urvertrauen in das Leben stärkt, da sie uns eine unerschütterliche Kraft und Stabilität schenkt, wenn wir nur gut in ihr verwurzelt und mit ihr verbunden sind.

Daher, verwurzle dich immer wieder bewusst in ihr und tritt mit ihr in Kontakt. Sie wartet nur auf dich.

LEBEN IN FÜLLE

Einer der schönsten Lebensgesetzte, welches du von der Erde lernen kannst – sie wird immer in Fülle und im Überfluss geben, wenn du sie achtest.

Genau diese Aspekte der Fülle und dass alles im Überfluss vorhanden ist, schau dir gut ab, denn er ist auch in deinem Leben vorhanden, wenn du nur wieder daran glaubst und dich selbst achtest. Und um hier nicht von Gier zu sprechen, diese Fülle wird erst in dein Leben treten, wenn sie ohne jeglichen egoistischen Hintergedanken ist und zum Wohle der Allgemeinheit. Denn auch dies ist ein Gesetzt des Lebens.

Um dir diese Fülle und diesen Überfluss der Mutter Erde nochmals bewusst vor Augen zu führen – schau gerade in die Natur, sie schenkt und aktuell tausende von Blüten, welche dann fast schon achtlos vom Wind durch die Luft getragen werden, irgendwo wieder am Boden landen und zurück zu Erde werden. Doch wenn du noch genauer schaust beinhaltet dieser Zyklus so viel mehr. Aus den bestäubten Blüten entstehen Früchte, die all die Lebewesen auf der Mutter nähren und die wunderbaren Blüten verrotten am Boden, setzen ihre Nährstoffe frei, stärken so ihren Ursprung wieder und werden zugleich zu neuem Boden. Selbst wenn die kalte Jahreszeit anbricht und die Pflanzen in die Ruhe gehen, trotz der oft unerbittlichen Winter, geht es im kommenden Jahr einfach wieder von vorne los. Das Leben, ein ewiger, unendlicher Kreislauf. All dies ist möglich, wenn die Mutter und ihre Bewohner*innen einfach Ihres tun dürfen, im Fluss, ohne einen großen Eingriff von außen.

So sei auch du im Fluss und akzeptiere die Fülle, die deine Natur ist. Werde dir ihrer bewusst, vertraue und lebe sie.

im Hier & Jetzt

Auch in ihrer ständigen Transformation auf größerer Ebene lehrt uns unser Planet.

Dann selbst, wenn starke Umweltkatastrophen passieren, was macht die Natur, nein, sie blickt nicht zurück, sie beginnt einfach wieder von vorne mit ihrem Zyklus und der Neubesiedelung von Flächen. Ein großes Überlegen oder Nachdenken gibt es hier nicht – sie tut einfach und entfaltet sich von Neuem.

Hierzu passt eines der schönsten Zitate, dass mich selbst schön länger begleitet und immer wieder erinnert, wie wir uns selbst vieles vereinfachen können: 

>> Die Natur kennt keine Probleme, nur Lösungen. <<
(Carl Amery)

Dies bedeutet, die Natur lebt ganz im Moment, im Hier und Jetzt, sie zweifelt nicht, sie bemitleidet sich nicht und auch denkt sie nicht groß über die Zukunft nach. Sie macht einfach, in vollem Vertrauen, dass alles immer wieder gut wird. Denn am Ende ist alles gut.

Und dieses vielleicht Schlechte, nach einer Naturkatastrophe, ist auch für die Natur nicht unbedingt etwas Schlechtes. Denke nur an all die neuen Algen, Flechten, Pilze, Moose und später weiteren Pflanzen- wie auch Tierarten, die sich nun hier, unter diesen neuen Zuständen genau so wohlfühlen, wie sie sind.

Die Natur und Mutter Erde werden sich also immer erneuern. So sind sie uns wunderbare Lehrmeister, dass wir die Stärke und Chance auf Erneuerung in uns erkennen, wenn es uns einmal nicht so gut geht und die Schönheit und Möglichkeit sehen, welche die Veränderung für uns bereithalten.

Denn dein Leben lebst nur du und nur du weißt was du brauchst und was dir guttut.

Wenn du diese Aspekte im Hinterkopf behältst und zudem noch, dass das Leben ständige Veränderung ist, wirst du es dir um einiges leichter machen können hier auf der Erde.

Energetisch arbeitet die Erde mit dir vor allem über dein Wurzelchakra, wie auch über das Erdsternchakra (eines der neuen 5 Chakren, falls du noch nicht davon gehört hast). Das Wurzelchakra ist jenes Chakra, das genau oben genannte Aspekte bei uns in Einklang bringen – Stabilität, Urvertrauen, Sicherheit, Verwurzelung, aufgerichtet sein, Geborgenheit, sich im Körper spüren und das Gefühl von getragen werden fühlen. Pachamama ist die Basis von allem in uns und ist das Wurzelchakra nicht gestärkt und in Harmonie, kann die Energie in all den anderen Chakren und somit in unserm gesamten energetischen Körper nur schwer fließen. Dies wiederum wirkt sich nicht nur auf unsere feinstofflichen Ebenen aus, sondern sehr wohl auch auf Körper und Geist.

Wie du mit Mutter Erde in Kontakt treten und dich von ihr tragen lassen kannst:

. verwurzle dich jeden Morgen bewusst in ihr und immer, wenn dir danach ist

. meditiere mit ihr und nimm wahr, wie du auch über deine Herzebene stark mit ihr in Verbindung stehst, denn du bist ein Teil von ihr (vor allem mit der Pflanzenwelt sind wir über das Herzchakra verbunden und auch die Liebe ist hier beheimatet)

. sende ihr und all den Lebewesen, die auf ihr leben, bewusst Licht und Liebe

. arbeite mit deinem Wurzelchakra

. tanze und singe durch die Welt

. begib dich in die Natur, egal ob spazieren, Gartenarbeit oder einfach nur dasitzen und sich verbinden

. bedanke dich immer wieder bei Mutter Erde, für alles, was sie dir schenkt (Nahrung, Blumen, …)

. sei respektvoll und bewusst im Umgang mit ihr

. bitte und frage, ob du Pflanzen pflücken darfst, wenn du dies beabsichtigst. So haben die Pflanzengeister genügend Zeit, sich darauf vorzubereiten und geben dir gerne einen Teil von sich. Bedanke dich dann auch.

. übertreibe es nie mit der Menge an Pflanzen und plündere die Natur

. beabsichtigst du größere Pflanzen zu entfernen, wie z.B. das Fällen eines Baumes, bereite ihn darauf vor und sage es ihm früh genug, damit sich sein Pflanzengeist zurückziehen kann

. schütze die Natur

. Nimm die Schönheit der Erde und ihrer Bewohner*innen bewusst wahr und lass diese Schönheit in dich einströmen

. gib dich der Geborgenheit und dem Gehaltensein hin und vertraue – wenn du es noch nicht tust, lerne es und verwurzle dich tagtäglich bewusst.

. nutze die Kraft der Pflanzen, die uns die Natur schenkt, vor allem von Wildpflanzen. Und genau jene, die du benötigst, werden in deiner Nähe wachsen. In Form von Tees, Nahrung, Cremen und ähnlichem.

. mach das in der Natur, was dir guttut

Tipps für Resteverwertung

>> Ofengemüse alla Reste (hier schneide ich am liebsten alle Gemüsereste – egal ob Kartoffeln, Sellerie, Champignons, Tomaten, Kohlrabi oder Karfiol – in eine feuerfeste Form, beträufle sie mit Öl, würze sie, durchmische alles und überbacke es bei ca. 180° für 1 Stunde. Solltest du noch alte Käsereste im Kühlschrank haben oder eine alte Semmel, reibe diese und gibt sie kurz vor Schluss über das Gemüse)

>> Aus altem Kartoffelpüree mache ich gerne Gemüselaibchen, Gnocchi oder Kroketten

>> Auch zu viel Reis eignet sich am nächsten Tag noch wunderbar für Reislaibchen (einfach mit gedünsteten Zwiebeln, Gemüse, eventuell einem Ei oder Käse, etwas Mehl oder Brösel, Kräutern und Gewürzen mischen, kurz ziehen lassen, zu Laibchen formen und anbraten. Wunderbar mit Salat.)

>> Altes Brot und alte Semmeln zu Brösel reiben, für Knödel oder als Croutons verwenden. Dafür am besten zu Würfeln geschnitten im Ofen vollständig trocknen, damit alle Feuchtigkeit ausgetreten ist und sie länger haltbar sind. Wenn du Brösel machst, nur noch häckseln, am besten kurz im Mixer.

>> Altes Brot lässt sich dünn geschnitten, kurz geröstet und mit Öl sowie Kräutern und Salz bestreut, wunderbar zu Salaten und Suppen genießen.

Weitere, wunderbare Impulse und auch Rezepte, wie du z.B. alten Kaffee weiterverwendest, findest du am Instagram Kanal meiner lieben Freundin Pia von thegreenwalnuts.comZum Interview mit Pia gelangst du >> hier <<

Freue dich darauf, wenn du vollkommen eintauschst in die Erde, ihr Wesen spürst und sie bewusst wahrnimmst. Denn daraus entspringt ein wunderbares Geschenk, für dich und die Erde – eine Verbindung in Dankbarkeit und Liebe. Und dann kann es keinen Weg mehr zurück geben, sondern nur nach vorne, in eine harmonische, kraftvolle und verbindende Zukunft.

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