Wacholder . ein kleines Portrait

von | Dez 5, 2021 | Natur, Pflanzenportraits, Spiritualität

Klarheit . Frische . Schutz

Diese Mal lernen wir den Wacholder etwas näher kennen. Gerade jetzt in der dunklen Jahreszeit kann er uns sehr darin unterstützen unseren Weg zu gehen und uns vor Energien und Situationen, die uns nichts Gutes wollen, zu schützen. Denn seit jeher gehört der Wacholder zu den stärksten heimischen Schutzpflanzen.

An die Form des Geländes der sonnigen, inneralpinen Lagen angepasst, wächst er langsam, aber Kraftvoll nach oben und entfaltet seine stechenden Nadeln, die negatives abwehren.

Juniperus communis . Zypressengewächs

Aussehen

Der immergrüne Strauch wird im bis zu zwei Meter hoch. Als größerer Baum kommt er, außer in Parkanlagen, in Österreich kaum vor. Die Nadeln sind weiß-grün und haben auf der Oberseite weiße Wachsstreifen. Um den Ast sind je drei Nadeln qirlförmig um angeordnet, ihre Enden sind spitz und stechend. Die Die Früchte des Wacholders sind grüne (unreif) und blaue (reif), kugelförmige Zapfen (umgangssprachlich als Beeren bezeichnet). Beide können gemeinsam auf einer Pflanze vorkommen.

Wirkung & Verwendung

In Cremen oder als Tinktur beruhigt der Wacholder müde Knochen und lindert Muskelschmerzen. Innerlich eingenommen regt er die Verdauung an und sorgt für eine Gleichgewicht in der Magendarmflora. Zudem wirkt er harntreibend, darf ob seiner starken Wirkung aber nur in Maßen eingenommen werden.

Bei Nierenleiden und in der Schwangerschaft soll auf die Einnahme verzichtet werden.

Feinstoffliche Wirkung

Das Gehölz sorgt für Klarheit im Geist, hält wach und frisch. So unterstützt er uns, klar ausgerichtet, unseren Weg zu gehen. Schon seit jeher spricht man dem Wacholder eine hohe Schutzwirkung zu, so zählt er, neben dem Beifuß, zu den stärksten, heimischen Schutzpflanzen. Er soll mit seinen stechenden Nadeln sogar böse Hexen und Geister abgewehrt haben.

Verwendung in der Küche

Vor allem die reifen Zapfen des Wacholders werden gerne zum Würzen von Wild- und Rindsgerichten verwendet. Auch in Sauerkraut oder in Pastasaucen ist die Verwendung klassisch. Als hochprozentiges Getränk liegt der Wacholder als Gewürzpflanze im Gin groß im Trend.

Traditionell wurden die Äste des Wacholders früher zum Räuchern von Fleisch verwendet. Diese ist heute, jedenfalls in Tirol, nicht mehr erlaubt.

Sonstiges

Im Bereich der inneralpinen Trockenrasen ist der Wacholder mit seinen Ansprüchen an einen mageren und sonnigen Standort bestandsbildend. In diesem Raum wächst er meist gemeinsam mit dem Stinkwacholder (Juniperus sabina), mit dem er bei ungeschultem Auge auch verwechselt werden kann. Dieser ist aber in allen Teilen giftig. Bei genauer Betrachtung unterscheiden sich die Pflanzen, vor allem ihre Blätter/Nadeln, jedoch eindeutig.

Wie man die Kraft des stärkenden Wacholders zu sich holen

. Räuchern – der Wacholder steht für Klarheit im Geiste und Schutz. Gerade in der dunklen Jahreszeit und für die Ausrichtung auf das Neue Jahr sind beide Qualitäten sehr unterschützend. Über Räucherungen verbinden wir uns sehr stark mit der feinstofflichen Energie einer Pflanze. Auch desinfiziert der Rauch den Raum und vertreibt Keime, auf feinstofflicher, wie auf stofflicher Ebene. Der Wacholder ist neben dem Beifuß, eine der stärksten, heimischen Schutzpflanzen.
. Talisman – trage zum Schutz ein Wacholderzweiglein mit dir, auch findest du von Künstler*innen immer wieder schöne Schmuckstücke mit Wacholder
. Ätherische Öle (Raumduft, Dampfbäder, Salben, Inhalationen)
. Pflanzenbäder aus frischem Material
. Inhalation mit ätherischem Öl oder frisch aufgebrühten Pflanzennadeln
. Meditationen zu den Pflanzengeistern
. als Würzzugabe in Speisen

Quicktipp einer Lieben FReundin . zartes Inhalieren

Koche Wasser Auf und gib es in eine Thermoskanne. Träufle ein paar Tropfen ätherisches Wacholderöl hinein. Schnuppere am Tag verteilt an dem Gemisch und schließe die Flasche immer wieder, damit die ätherischen Öle sich nicht verflüchtigen.

Klärt die Atemwege und desinfiziert.

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