the voice inside

von | Apr 3, 2022 | Spiritualität

Alle Welt (vor allem die spirituelle) spricht von Neubeginn, Zeit der Veränderung, Lichtarbeiter dürfen voranschreiten und wir dürfen unsere innere Wahrheit leben.

Was soll ich sagen, es stimmt, die Zeit ist nun auch in mir (über)reif für einen kompletten Wandel. Im Rückblick wurde ich und habe ich mich schon lange darauf vorbereitet und doch ging es schlussendlich sehr schnell und gerade jetzt habe ich damit noch nicht gerechnet. Doch die letzten Monate und alles was hier vorgefallen ist, haben mich ohne Umschweife auf meinen Weg zurückgeholt.

Nun bin ich hier – habe gekündigt und gehe vertrauensvoll in eine selbstständige Zukunft.

Und ja, leicht war es nicht bzw. habe ich es mir nicht leicht gemacht. Lange Gespräche, pro und contra Listen, Kalkulationen, Unsicherheitsmomente (gerade was das Finanzielle betrifft – obwohl wir in Wahrheit gut abgesichert sind und ja, Sicherheit ist unterm Strich relativ), ein schlechtes Gewissen und vieles mehr haben mich die letzten Wochen bewegt. Vieles spielte sich im Kopf ab – und wir wissen, jeder hat seine ganz eigene Wahrheit – womit man sich schon einmal selbst im Weg stehen kann. Gerade, wenn diese dem Kopf entspringt.

Sätze, die mir gerade kurz vor der endgültigen Entscheidung begegneten waren – „Falls du noch ein schlechtes Gewissen kennst, kennst du deinen Wert noch nicht“ oder „Eine Frau ohne Plan ist ein Opfer“, „Who do you want to be in life?“ – and „What would such a person do right now?“

Zusammengefasst – wie meine Freundin Anita so schön sagte – „So viele Zaunstempel, wie sich dir in den Weg stellen, da musst du schon irgendwo ganz grün und blau liegen.“

Und dann gibt es selbst nach dem Entschluss noch diese Prüfungen, ob man nun wirklich und wahrhaftig dafür losgeht. Ja, bei mir waren und sind dies schöne Momente in meiner Arbeit als Nationalpark Rangerin und vor allem auch meine Kolleg*innen.

Zwischen den ganzen Überlegungen gab es da aber diesen einen besonderen Moment. Jenen Moment, in dem ich wusste, dass es nicht anders geht und ich endlich Selbstverantwortung übernehmen muss. Mich nicht mehr vom Außen lenken lassen darf.

Ihr kennt vielleicht den Film Vaiana – sehr inspirierend und absolut empfehlenswert für Klein und Groß. Ein Mädchen – Vaiana, lebt auf einer Insel, auf der sie alles hat und dennoch nicht glücklich ist, denn es ruft sie etwas ganz anderes. Ab von Sicherheit und Schutz der Familie. Und so startet sie ins Abenteuer und folgt ihrer inneren Stimme.

Wenn ich im Auto bin, höre ich hin und wieder ein paar Songs des Soudtracks dazu, denn sie vermittelt Leichtigkeit, Good Vibes und Power. Da gibt es dieses Lied „Where you are“, in dem es eigentlich darum geht, dass Vaiana hier, auf ihrer Insel, wie schon erwähnt, alles hat. Doch wie so oft, gibt es eine gute Seele, die etwas aus der Reihe tanzt und hinter Vaiana steht. In dem Fall ihre Großmutter und diese singt einen sehr motivierenden Part in diesem Lied. Eine Strophe lautet „You may hear a voice inside”

Und auch wenn ich das Lied schon das ein oder andere Mal mehr gehört habe – nach einem Ausflug mit meinen Kolleg*innen an diesem Tag, dem schönen Gefühl der Gemeinschaft und des Wachsens des schlechten Gewissens, saß ich im Auto zum Yoga, hörte diesen Song und wusste, es gibt keine andere Möglichkeit. Mir war klar, diese Stimme höre ich tatsächlich auch – und zwar sehr, sehr laut.

You may hear a voice inside. And if the voice starts to whisper. To fallow your farthest star. Moana*, the voice inside is who you are.

aus Vaiana, „Where you are.“

*Moana – Meer, Ocean in Polynesischer Sprache

 

Hier sei auch erwähnt, dass ich ob meiner Mondtage (Menstruation) zu diesem Zeitpunkt zusätzlich emotional aufgeladen war, aber auch klarsehen konnte und sich dadurch die Wirkung wahrscheinlich erst vollständig entfaltete.

Eines kann ich euch sagen, auch wenn das Überbringen in der Arbeit nicht ganz einfach war, schon am nächsten Tag fühlte ich mich einiges leichter und plötzlich sprießen Ideen, die eigentlich schon in großer Leuchtschrift vor meinen Augen prangten und doch erst jetzt ins Sichtbare kommen.

Endlich spüre ich dieses starke Urvertrauen wieder, dass ich immer hatte, aber die letzten Jahre etwas verloren ging. Ich weiß, dass nun alles gut wird und kommt, wie es kommen darf. Bunt, echt, manches Mal bestimmt chaotisch, voller Energie und in tiefer Verbindung mit allem. Dankbar für all die wunderbaren Seelen, die mich auf meinem Weg begleiten und wissend, dass mit ein paar von ihnen noch viel Magisches entstehen wird.

In diesem Sinne wünsche ich auch dir, dass du deinen Weg gehst und deine Natur in die Welt trägst. Auch wenn es nicht immer einfach erscheint, meist sind wir die Grenze, welche es zu überwinden gilt. Die Energien des Aprils stehen jedenfalls gut, dass dir die kleine oder große Umbrüche gelingen.

In uns liegt eine Wahrheit, sie erwächst nicht aus äußeren Dingen, was immer du auch glauben magst, in uns allen liegt eine Mitte, in der die Wahrheit in all ihrer Fülle ruht, und Wissen heißt, dem inneren Leuchten den Weg zu weisen nach draußen. Und nicht: das Licht hereinzubitten aus einer angeblich äußeren Welt. Robert Browning

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